Ratgeber zu topografischen Karten
Eine topografische Karte für draußen vorbereiten
Eine hilfreiche Karte für den Einsatz draußen zeigt mehr als nur das Ziel. Sie sollte genügend umliegendes Gelände, alternative Routen und Koordinatenbezüge enthalten, damit du deine Position und die Zusammenhänge in der Landschaft verstehen kannst.
1. Das umliegende Gebiet einbeziehen
Platziere dein Ziel nicht am Blattrand. Lass Platz für benachbarte Bergrücken, Täler, Straßen, Siedlungen und alternative Routen. Bei langen Strecken können mehrere überlappende Kartenblätter Details besser erhalten als eine einzelne Karte mit sehr kleinem Maßstab.
2. Den Maßstab nach der Aufgabe wählen
Karten mit größerem Maßstab zeigen ein kleineres Gebiet und bieten mehr Platz für Details. Karten mit kleinerem Maßstab decken auf demselben Blatt mehr Gelände ab. Für die genaue Arbeit an einer Route können 1:10.000 oder 1:25.000 hilfreich sein; für einen größeren Überblick kann 1:50.000 mehr Abdeckung bieten.
Einen ausführlicheren Vergleich findest du im Ratgeber Den Kartenmaßstab wählen.
3. A4 oder A3 wählen
Bei gleichem Maßstab zeigt A3 mehr Gelände als A4. A4 lässt sich leichter mitführen und auf üblichen Heim- oder Bürodruckern ausgeben.
4. Die Ausrichtung an die Route anpassen
Eine lange Ost-West-Route passt häufig besser ins Querformat; eine Nord-Süd-Route kann das Hochformat besser nutzen. Wähle die Ausrichtung, die genügend nützliches Umfeld der Route zeigt.
5. Das passende Koordinatengitter ergänzen
TopograpMaps kann ein UTM-Gitter, ein Gradnetz, beide zusammen oder kein Gitter anzeigen. UTM eignet sich für die Arbeit mit metrischen Gittern; das Gradnetz für geografische Koordinaten.
Die Unterschiede werden unter Breiten- und Längengrade im Vergleich zum UTM-Gitter erklärt.
6. Bei Bedarf Geländedetails ergänzen
Die Option „Geländedetails“ kann erfasste Quellen, Trinkwasserstellen, Unterstände, Siedlungen, Höhlen, Brücken und ähnliche OpenStreetMap-Objekte anzeigen. Diese Einträge bilden kein vollständiges Verzeichnis des Geländes. Ein auf der Karte fehlendes Objekt kann im Gelände trotzdem vorhanden sein.
7. Kartenblätter benennen und nummerieren
Verwende bei mehreren Ausgaben eindeutige Namen wie „Harz – Blatt 01“ und „Harz – Blatt 02“. So lassen sich gedruckte Karten und gespeicherte PDFs leichter ordnen.
8. Geografisch Nord getrennt vom Gitter lesen
Der rote Pfeil auf der Ausgabe von TopograpMaps zeigt Geografisch Nord. Die UTM-Linien gehören zu einem projizierten Gitter. Geografisch Nord und Gitternord müssen nicht genau in dieselbe Richtung zeigen.
9. Den Druckmaßstab erhalten
Verwende die Schaltfläche Drucken / PDF speichern, stimme Papierformat und Ausrichtung ab und drucke mit 100 % oder Tatsächliche Größe. Vermeide die automatische Anpassung an die Seite.
10. Die 100-mm-Kontrolllinie prüfen
Miss die gedruckte Kontrolllinie mit einem Lineal. Ist sie nicht 100 mm lang, wurde die Ausgabe skaliert. Mit einem Lineal gemessene Kartenentfernungen sind dann nicht mehr zuverlässig.
11. Das Papier im Gelände schützen
Wasser, wiederholtes Falten und Abrieb können Papier beschädigen. Eine durchsichtige, wetterbeständige Kartenhülle oder ein anderer geeigneter Schutz kann die Karte lesbar halten und zugleich die Kompassarbeit auf einer ebenen Fläche ermöglichen.
Erstelle deine eigene Karte: Wähle in TopograpMaps Gebiet, Maßstab, Papierformat und Koordinatengitter.
Karte erstellen